Geothermie2019-09-30T15:30:24+00:00

Geothermie: Die Energiequelle der Natur

Stei­gen­de glo­ba­le Durch­schnitts­tem­pe­ra­tu­ren sowie eine erhöh­te Unwet­ter­va­ria­bi­li­tät mani­fes­tie­ren einen ein­deu­tig beob­acht­ba­ren Kli­ma­wan­del auf der Erde. Um die­ser Ent­wick­lung ent­ge­gen zu wir­ken, müs­sen die Kapa­zi­tä­ten der zu erset­zen­den Kern­kraft- und aus­lau­fen­den Koh­le­kraft­wer­ke durch alter­na­ti­ve Ener­gie­trä­ger auf­ge­fan­gen wer­den. Die Geo­ther­mie kann sowohl für die Pro­duk­ti­on von Wär­me als auch beim Grund­last­strom einen geeig­ne­ten Lösungs­bei­trag dar­stel­len.

Geo­ther­mie ist die in der Erde gespei­cher­te natür­li­che Erd­wär­me, deren Tem­pe­ra­tur­ni­veau in ihrer Krus­te mit ca. 3 °C pro 100 Meter Tie­fe zunimmt. Im Erd­man­tel herr­schen dann schon Tem­pe­ra­tu­ren von über 1.000 °C und im Kern wahr­schein­lich bis zu 6.000 °C. Unter den geo­ther­ma­len Ver­fah­ren unter­schei­det man zwi­schen hydro­ther­ma­len und petro­ther­ma­len Sys­te­men. Beim ers­te­ren wird dem unter­ir­di­schen flies­sen­den Ther­mal­was­ser sei­ne gespei­cher­te Wär­me­en­er­gie über­ta­ge ent­nom­men, wäh­rend beim letz­te­ren die gespei­cher­te Ener­gie im Gestein durch über­ta­ge ein­zir­ku­lier­tes Was­ser im Wär­me­tau­scher­prin­zip gewon­nen wird. Petro­ther­ma­le Sys­te­me im kris­tal­li­nen Gebir­ge haben das welt­weit größ­te Ener­gie­ver­sor­gungs­po­ten­zi­al, jedoch ist ihr indus­tri­el­ler Auf­schluss heu­te noch nicht wirt­schaft­lich rea­li­sier­bar und mit hohen Inves­ti­ti­ons­ri­si­ken behaf­tet.

Die­sen nächs­ten Tech­no­lo­gie­schritt ver­such­te die Wis­sen­schaft und For­schung im säch­si­schen Erz­ge­bir­ge zu gehen. (Erklär­vi­deo)